Jahr: 2020
Verlag: Penguin Life

Breath

The New Science of a Lost Art

James Nestor

Ein ganzes Buch über den Vorgang, Luft einzusaugen und wieder auszustoßen, klingt erstmal nicht besonders aufregend. Aber Breath war eines der interessantesten Sachbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

James Nestor hat sich selbst Experimenten unterzogen (nach einigen Tagen erzwungener Mundatmung mittels zugestöpselter Nasenlöcher ging es ihm richtig schlecht), mit allerlei Fachleuten gesprochen und fördert geradezu unglaublich klingende Beispiele von Menschen hervor, die minutenlang die Luft anhalten oder durch ihre Atemtechnik leichtbekleidet in Eiseskälte ausharren können.

Noch interessanter fand ich, wie zu weiches Essen und fehlendes Kauen zu verkümmerten Kiefern, unzureichender Atmung und schließlich Zivilisationskrankheiten wie Asthma und Schnarchen führten – Nestor schreibt, der Mensch sei das einzige Lebewesen, dem schiefe Zähne wachsen können.

Und wie soll man nun atmen? Nicht zu viel und immer durch die Nase, wobei das vollständige Ausatmen ebenso wichtig wie das Einatmen sei.