Jahr: 2009

The Children of Húrin

J.R.R. Tolkien

Im sog. Lockdown kam ich auf die Idee, nach vielen Jahren mal wieder den Herrn der Ringe zu lesen, der mir in der Situation als genau das Richtige erschien. Ich war überrascht, wie gut mir das Buch noch gefiel. Irgendwie kam mir dann auch The Children of Húrin unter, ein Text Tolkiens, den es in vielen Fassungen gibt und der 2009 von seinem Sohn Christopher sozusagen als verbindliche Version und in Romanlänge veröffentlicht wurde.

Die Geschichte spielt im »Ersten Zeitalter«, in vom ewigen Krieg verheerten Ländern, und hat so gar nichts mit Pilzpfannen schmausenden Hobbits zu tun, sondern erinnert mit ihrem fluchbeladenen Helden Túrin, Drachen, Gemetzel und Inzest eher an Stoffe wie die Nibelungen. Sprachlich natürlich höchst interessant (wenn mir auch einige der altertümlichen englischen Begriffe Schwierigkeiten machten). Archaisch, schwer, düster. Muss auch mal sein.